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Ein neuer Kindergarten - Warum?

Der alte Kindergarten befindet sich seit 1972 in der Jan-Skala-Straße. Anfang des neuen Jahrtausends stellte man fest, dass dieser zu klein war. Viele Kinder aus Nebelschütz mussten Einrichtungen in anderen Orten besuchen.

2008 betraf dieses Problem allein 39 Kinder. Da für die Zukunft absehbar war, dass weiterhin viele Kinder in Nebelschütz geboren werden würden, musste schon allein aus diesem Grund etwas geschehen. Auch entsprach der alte Kindergarten nicht mehr den geltenden Brandschutzvorschriften. Es fehlte an Fluchtwegen für den Brandfall, wie der Landkreis feststellte. Es drohte sogar die Untersagung der Nutzung des Gebäudes als Kindergarten.

Daher musste gehandelt werden.  Dieses war der Gemeinde bewusst. Die Gemeinde begann über mehrere alternative Standorte und Varianten nachzudenken. Einige Ideen, zum Beispiel ein Neubau am Salka-Teich, mussten verworfen werden, weil dieser Standort zu nah an der Sauenzuchtanlage lag. Anfang 2008 wurden die Planungen konkreter.

Das Planungsbüro Mario Schubert aus Radeberg wurde nach einer Ausschreibung beauftragt mehrere Varianten und Nutzungskonzepte zu untersuchen. Auch die Einwohner, Erzieherinnen und Kinder beteiligten sich an der Diskussion.
Die Kinder malten ihre Ideen. Sie wünschten sich vor allem viel Natur, Nähe zu einem Turnraum und einen Spielplatz. Diese Ideen flossen in das Gesamtkonzept ein.

Besonderes Gewicht wurde daher auf folgende Punkte gelegt werden:
- das pädagogische Konzept insbesondere Zweisprachigkeit
- die gesunde Ernährung
- die körperliche Fitness
- die Bewusstseinsbildung für Ökologie und Nachhaltigkeit.

Hierbei wurde auch abgewogen, ob ein Ausbau des alten Kindergartens oder ein Neubau erfolgen sollte. Beides hatte Vor- und Nachteile. Die bei der Ratssitzung anwesenden jungen Mütter favorisierten einen Neubau.
Jedoch war jetzt schon klar, dass der Neubau mindestens 1,55 Millionen Euro kosten wurde.

Am 15.10.2008 titelte die Sächsische Zeitung: „Nebelschützer Kita braucht mehr Platz“

Am Anfang der Planung

Vor dem Neubau mussten jedoch einige Hürden überwunden werden.

Am 25.11.2008 wurde ein Architektenvertrag für eine Standortanalyse mit dem Büro des Dipl. – Ing Bultel geschlossen.

Dieser legte im Februar 2009 eine Standortanalyse vor. Vier Standorte wurden analysiert. Hierbei sprachen für den gewählten Standort die gute PKW-Erschließung, die gute zentrale Lage und der sehr gute Bezug zur Natur durch die Parkanlage/Bachaue und das Biotop.

Der Gemeinderat beschloss nunmehr am 29.01.2009 endgültig die Kita zu bauen. Der Gemeinderatsbeschluss erfolgte einstimmig. Alle zehn Anwesenden stimmten mit Ja. Das Grundstück wurde gekauft.

Autor: Christoph Christophers 2014

Bürokratie

Nun konnte jedoch noch nicht sofort gebaut werden. Hierfür fehlte es noch an etlichen Verfahrensschritten und an Geld.

Schon zu diesem Zeitpunkt war absehbar, dass mehr als eine Million Euro benötigt würden um den Neubau zu realisieren. Und nicht jeder darf eine Kita bauen.

Im Juni 2011 teilte das Jugendamt des Landkreises mit, dass der Kreis schon Fördermittelanträge von insgesamt 12 Millionen Euro für das Jahr 2011 zu bearbeiten hat und dass ein Neubau in Nebelschütz im Jahre 2011 nicht vom Kreis gefördert werden kann.

Auch musste eine Bedarfsplanung durchgeführt werden. Hierbei wurde anhand der Einwohnerstruktur hochgerechnet, ob für den Kindergarten bis 2029 auch genügend Kinder vorhanden sind.

Des Weiteren musste eine geotechnische Untersuchung durchgeführt werden. Der Untersuchungsbericht lag am 15.03.2011 vor. Diesem können Sie entnehmen, dass Sie derzeit auf einem 0,3-0,5 m mächtigen humosem bzw. verwurzelten Ton Schicht stehen, welcher ein bis zwei Meter schluffiger sowie stark feinsandigem Ton stehen. Das geplante Gebäude kann hier gefahrlos errichtet werden.

Die geschätzten Kosten lagen bereits am 26.05.2011 bei 1.000.000 Euro. Trotzdem wurde eine Baugenehmigung beantragt und am 24.04.2012 erteilt.

Aufatmen herrschte im Juni 2012 nachdem der Fördermittelbescheid vorlag.
Nun konnte es endlich losgehen. Das Planungsbüro Schubert wurde mit der Planung der Außenanlagen beauftragt und es konnte auch mit der Ausschreibung weiterer Gewerke begonnen werden.

Autor: Christoph Christophers 2014

Der Bau

Die Grundsteinlegung erfolgte am 31.08.2013. Um 16.00 Uhr versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern, Einwohner und Gäste sowie Neugierige zur Grundsteinlegen. Der Bürgermeister hielt ein Grußwort. Weitere Ansprachen wurden gehalten. Der Pfarrer segnete den Grundstein. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen und ein kleines Fest.

Am 05.09.2013 wurden die ersten Bauaufträge in einzelnen Losen ausgeschrieben.

Die Firma Sorabia Bau GmbH aus Rosental wurde mit dem Rohbau beauftragt.

Weiter Aufträge gingen an:

- die Tragwerkplanung Frank Preiß aus Leipzig,
- die Zimmerei Engel & Breitfeld aus Dahlen,
- die Heidenauer Dach- und Wandsysteme GmbH,
- die Wehner GmbH aus Crostwitz, GW plan Leipzig
- und an  Sicherheitsingenieur Werner Sawatzki aus Kopschin.

Im November 2013 begannen die Erdarbeiten.

Im Dezember 2013 wurde die Bodenplatte gegossen.

Anfang Januar schritten die Arbeiten voran.

Nebenbei durften sich die Kinder Gedanken um die Gestaltung des Spielplatzes und der Außenanlagen machen. Wie bereits bei der Gesamtplanung zum Beginn des Vorhaben wurden Zeichnungen erstellt.

Dann begannen die Arbeiten an der Bodenplatte und den Steinelementen des Rohbaus. 

Erste Konturen zeichneten sich im April ab.

Am 15.04.2014 vergab der Gemeinderat vier weitere Lose für Einzelgewerke.

Im Mai wurden dann die in einer Werkstatt vorgefertigten Holzelemente mittels eines Krans in die vorgesehenen Plätze im Gebäude eingefügt.

Für diese Arbeiten waren die Firmen Zimmerei Engel & Breitfeld GbR aus Dahlen/OT Schmannewitz sowie die Heidenauer Dach- und Wandsysteme verantwortlich.

Im Mai 2014 fand auch ein kleines Richtfest statt.

Im Juni zeichneten sich immer mehr Konturen des geplanten Gebäudes ab. Es folgte der Einbau der Fenster.

Im Juli wurden die letzten Außenarbeiten vorgenommen.

Nun konnte mit dem Innenausbau begonnen werden.

Autor: Christoph Christophers 2014

Grundsteinlegung am 31.08.13 - Kita-Bau "Jan Skala" in Nebelschütz

 

Große Aufregung herrschte am 31. August 2013 bei den Mädchen und Jungen der Sorbischen Kindertagesstätte „Jan Skala" in Nebelschütz, die sich in Trägerschaft des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. (CSB) befindet. Ein langersehnter Tag war endlich da - die Grundsteinlegung für die neue Kindertagesstätte. 16 Uhr trafen sich die Kinder mit ihren Eltern, Einwohnern und weiteren Gästen auf der zukünftigen Baustelle.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Zschornak und den Grußworten der Gäste erfreuten die Mädchen und Jungen alle Anwesenden mit einem kleinen Programm. Bürgermeister Thomas Zschornak erklärte den Kindern, was in der Hülse im Grundstein aufbewahrt wird. Anschließend fand die Segnung dieses ersten Steines durch Pfarrer Benno Jakubasch statt. Die Kinder konnten es kaum erwarten, mit ihren mitgebrachten Spaten die ersten Spatenstiche zu machen. Ihren Abschluss fand die Grundsteinlegung bei Kaffee und Kuchen auf der Festwiese.

Gewinner des Wettbewerbes im Juli 2010

Der Leipziger Architekt Thorsten Luka ist Sieger des Architekten-Wettbewerbes "Ökologisch-kreative Kindertagesstätte Hněžko- Das Nest". Als Sieger erhält er den Auftrag für die Kita-Planung.  Inzwischen wurde der Bauantrag eingereicht. Ohne Fördermittel vom Staat kann die Gemeinde aber nicht bauen.  

Zeitungsartikel Sächsische Zeitung und Serbske Nowiny pdf-Datei -> 

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