Wuběr rěčow:

Socialna dźěłarnja 2013

Gmejna Njebjelčicy je so 2013 na wubědźowanju "Twarjenje na kraju 2013" wobdźěliła. Komisija je sej areal w juliju tuteho lěta wobhladała a posudk wo wutwarjenju twarskeho dwora do socialneje dźěłarnje napisała:

Ein ehemaliger Rinderstall einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft trägt an seiner Außenhaut Holzspaliere an denen Kletterrosen wachsen. Vor dem Gebäudekomplex liegen mit Buchsbaum eingefasste Bauerngärten, in denen Gemüse und Blumen gedeihen und einen farbenprächtigen Vorgarten bilden. Es ist ein Gebäude- und Freianlagenensemble am Ortseingang der Gemeinde Nebelschütz, dass auf sich aufmerksam macht – die Sozialwerkstatt Nebelschütz.

Die Sozialwerkstatt entstand auf einem Gelände, das bis 1990 eine Rinderanlage der damaligen LPG Miltitz war. Ein Teil der Anlage wurde nach 10-jährigem Leerstand von der Gemeinde Nebelschütz gekauft und vom Bauhof in ein Multifunktionsgebäude umgebaut. Es wurde überwiegend gebrauchtes Baumaterial eingesetzt. Um Energiekosten zu sparen wurde eine Holzheizung eingebaut. Das Holz kommt aus eigenem kommunalen Wald. Die Wasserversorgung auds eigenem Brunnen. 

Am 1. Juni 2010 wurde hier mit Förderung des Europäischen Sozialfond (ESF) und des Landratsamtes Bautzen die Sozialwerkstatt eröffnet. Gestartet mit 20 Langzeitarbeitslosen, werden derzeit 60 Mitarbeiter in Kooperation mit Unternehmen der Region mit vielfältigen beruflichen Integrationsmaßnahmen und einem möglichen Neustart im 1. Arbeitsmarkt beschäftigt. Das Projekt ist direkt in die regionalen Wirtschaftskreisläufe eingebunden.

Die Aufgaben in der Sozialwerkstatt sind vielfältig. Es gibt mehrere Bereiche, in denen die Teilnehmer arbeiten können. Metallbau, Elektrorecycling, Holzbau, Aufarbeitung von historischem Baumaterial, ökologischer Landbau und  Landschaftsgestaltung.
Langzeitarbeitslose im Alter von 18 – 60 Jahren sollen in gemeinsamer Zusammenarbeit voneinander lernen.

Durch die Gemeinde Nebelschütz wurden 910 m² Gebäudegrundfläche für die Sozialwerkstatt umgebaut. Es entstanden Sanitärräume, Büros und Werkstätten mit speziellen technischen Ausrüstungen für Metall- und Holzbau. Eine Verkaufsstelle für hochqualitative Produkte, selbst produziertes Gemüse, Marmelade, Gestecke und Kräuter wurde eingerichtet als zusätzliche Einkaufsmöglichkeit für die Region und das Dorf.

Das Areal der Vorgärten wurde durch Entsiegelung der Betonflächen ehemaliger Lager- und Zufahrtsflächen gewonnen.
Innerhalb der Hofffläche werden recycelte und nach Verwendungszweck geordnete Baustoffe aufbewahrt und zum Verkauf angeboten. Hier liegen Handstrichbiberschwänze, Ziegel in verschiedenen Formaten und Natursteine mit Gebrauchsspuren nebeneinander, sauber geputzt; sie werden für eigene Baumaßnahmen und den freien Markt angeboten.
Auf dem Dachboden des ehemaligen Stallgebäudes liegen restaurierte Türblätter, Fliesen und andere Baustoffe, die nicht der Witterung ausgesetzt werden dürfen und ebenfalls für Wiederverwendung bestimmt sind.

Die Sparte Landschaftsgestaltung arbeitet an der Umsetzung von Pflanzmaßnahmen, für die die Gemeinde Nebelschütz anhand eines Grünordnungsplanes geeignete Flächen ankauft und zur Verfügung stellt.
Dadurch wird ein ‚Ökokonto’ angespart, welches die Gemeinde Nebelschütz für Eingriffs- und Ersatzmaßnahmen zur Verfügung stellen kann. Die Nebeneffekte dieser Maßnahmen sind die Entstehung von Ortsrandeingrünung und Biotopverbund, Maßnahmen gegen Erosion der landwirtschaftlichen Flächen!

Die Jury überzeugte die Komplexität und das Zusammenwirken von Baukörper- und Freiraumgestaltung sowie funktionalen Aspekten wie Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, Bewahrung alter Baumaterialien und Landschaftsgestaltung sowie ökologischem Landbau.

 

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