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Miltitz (Miłoćicy)

Inmitten fruchtbarer Ackerflächen, zwischen denen sich einzelne Waldstücke und Feldgehölze ausbreiten, liegt Miltitz mit seinem bäuerlichen Siedlungskern im Talkessel des Jauerbaches.

Der 1348 erstmals genannte Ort (Mylticz = Ort des Miłota) mußte zwar den Zehnt an das Kloster Marienstern abliefern, gehörte aber zum Domstift St. Petri in Bautzen. Miltitz ist seit 1974 Ortsteil von Nebelschütz.

Durch den "Miltitzer Frosch" (Miłočanska žaba) ist der 240-Seelen Ort weithin bekannt. Er ist ein herausragender, naturgeschützter Brocken anstehenden Granits, der durch die Gletscher der Elsterkaltzeit seine froschähnliche Gestalt erhielt.

In einem Wiesenstück nahebei besitzt die Alantdistel (Cirsium helenioides) einen ihrer nördlichsten Standorte. In der Kiesgrube südöstlich von Miltitz besteht seit Jahren eine große Kolonie der Uferschwalbe. Als typische Vogelarten kommen auf der Flur Waldohreule, Turmfalke, Kiebitz, Schafstelze und Rotrückenwürger vor.

Den unbestrittenen gesellschaftlichen Mittelpunkt bildet der Nahkauf Miltitz (Bliski nakup Miłoćicy). Hier treffen sich Bewohner des Umlandes sowie der größte Teil der Einwohner, die sich wiederum in der Freiwilligen Feuerwehr Miltitz (Wohnjowa wobora Miłoćicy) oder im Steinerner Frosch Miltitz e.V. (Miłočanska žaba z.t.) engagieren und tauschen wichtige Informationen und Neuigkeiten aus.

Quellen: Hans Neumann und Werner Schmidt, "Westliche Oberlausitz zwischen Kamenz und Königswartha", 1990; Heinz Kubasch, "Heimatbuch"

Foto: 2002, radyserb

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