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Jan Skala (Jan Skala)

17.06.1889
Jan Skala wurde in Nebelschütz als Sohn eines Steinbrucharbeiters und einer sorbischen Trachtenschneiderin geboren.
1901
Nach kurzem Besuch der Bautzener Domschule konnte Jan nur ein Jahr an der Preparanda des Katholischen Lehrerseminars verbringen, da es seinen Eltern nicht möglich war, die Ausbildungsfinanzierung aufzubringen.
1902-1916
Nach der Keramiklehre in Kamenz, arbeitete er deutschlandweit in der chemischen und keramischen Industrie. Jan bildete sich an Abendkursen weiter.
1910
Jan veröffentlicht seine sorbischen Gedichte. Zuvor publiziert er Artikel in der sozialdemokratischen Zeitung.
1916-1918
Als Soldat in Russland und auf dem Balkan vertieft er seine Kenntnisse in slawischen Sprachen.
1918-1919
Jan war beim Berliner Versorgungsamt tätig. Er tritt während der spartakistischen Unruhen dem Berliner Sicherheitskorps bei. Anschließend erhielt eine Stellung beim Waffenamt der Berliner Polizei in Moabit.
1919-1920
In dieser Zeit war Jan Redakteur der politischen Zeitung "Serbski Dźenik" in Weißwasser, Mitbegründer der Lausitzer Volkspartei und der sorbischen Sportvereinigung "Serbski Sokoł". Es erscheint sein erster Gedichtband.
1921
Nach der Tätigkeit bei der sorbischen Tageszeitung "Serbske Nowiny", Antritt einer Stellung bei der Prager Regierungszeitung "Prager Presse" an.
1924
Jan wirkte erneut bei der sorbischen Tageszeitung "Serbske Nowiny", bevor er in Berlin in den Dienst des Bundes der Polen in Deutschland trat.
1925-1927
Teilnahme an den Europäischen Minderheitenkongressen in Genf, an denen er Kontakte zu fortschrittlichen Politikern und Pazifisten knüpfte.
1925-1936
Der Verband der nationalen Minderheiten in Deutschland benannte Jan zum Chefredakteur der Zeitschrift "Kulturwehr".
1936
Verbot journalistischer Tätigkeit und Streichung von der Schriftstellerliste.
1937
Rückkehr nach Bautzen.
1938
Verschleppung durch die Gestapo zur dreivierteljähriger Schutzhaft ins Dresdner Polizeipräsidium.
1939-1943
Arbeit in verschiedenen Bautzener und Berliner Firmen.
1943-1945
Flucht aus dem  bombardierten Berlin zur Familie seiner Frau nach Dziedzice (Erbenfeld) in Oberschlesien. Anstellung in den Werken "Elektroakustik" in Namysłow (Namslaw), wo er polnischen Widerstandskämpfern Arbeit besorgt.
22.01.1945
Nach Empfang der Sowjetarmee kommt er in Dźiedźice ums Leben.

Am 1.9.1965 fand eine Großkundgebung anlässlich der Einweihung eines von der Domowina aufgestellten Denkmals für den sorbischen Patrioten Jan Skala in Namysłów, Volksrepublik Polen statt. Jan Skala war seit der Zeit der Weimarer Republik engstens mit dem Kampf der damaligen polnischen Minderheit in Deutschland verbunden.

Delegation in Namysłow 2005 (Při pomniku Jana Skale)

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