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Maibaumstellen und -werfen (Mejestajenje a mejemjetanje)

In unserer Gemeinde wird traditionsgemäß am Vorabend des 1. Mai der Maibaum aufgestellt.

Der Stamm eines ca. 15 Meter hohen Baumes wird geschält. An der Spitze wird eine Birke oder Fichte mit der sorbischen Fahne befestigt. Darunter befindet sich ein Kranz mit bunten Schleifen, welche die Mädchen mitbringen, in den Farben blau, rot und weiß (Farben der sorbischen Fahne). Eine Girlande wird um den Stamm gewickelt.

Tage zuvor beginnen die Vorbereitungen. Die Birke oder Kiefer, der Stamm und das Reisig müssen geholt werden. Die Ranke und der Kranz werden von den Mädchen geflochten. Ein Loch für den Stamm wird gegraben und alles für die Maibaumwache vorbereitet.

Am Abend des 30. April wird der Maibaum aufgestellt. Wenn er steht, wird die Girlande um den Stamm gewickelt. Die Jugendlichen und anderen Dorfbewohner singen dazu sorbische Kirchenlieder.

Die Jugendlichen des Ortes bewachen den Baum, damit ihn keine Ortsfremden umsägen. Denn, wenn der Maibaum in der Nacht zum 1. Mai fällt, darf er nach alter Tradition die nächsten sieben Jahre nicht wieder aufgestellt werden.
In Nebelschütz stellte die CDU-Ortsgruppe von 1990 bis 1994 den Maibaum auf, nachdem dieser einige Jahre nicht aufgestellt worden war. Der Kranz und die Girlande wurden bei Krautschicks geflochten. Aufgestellt wurde der Baum von drei bis vier Leuten und mit einem Kran. Seit 1992 wird der Baum wieder mit der Hand aufgestellt.

1994 übergab die CDU diese Aufgabe der Nebelschützer Jugend.In Wendischbaselitz, Miltitz und Piskowitz wird der Maibaum von den Jugendlichen und Männern des Ortes aufgestellt. 

In Dürrwicknitz gehen, nachdem der Maibaum aufgestellt ist, alle gemeinsam zum Hexenfeuer.

Im Nebelschützer Kindergarten wird auch ein Maibaum aufgestellt. Die Kinder stellen sich um den Baum und singen Lieder.

An einem beliebigen Tag im Mai wird der Maibaum wieder umgeworfen. Das geschieht in den einzelnen Dörfern unserer Gemeinde an unterschiedlichen Tagen.

In Nebelschütz tanzen die Jugendlichen um den Maibaum. Danach wird dieser geworfen, und wer als erster von den Jungen die Birke fasst, ist Maikönig. Dieser Jugendliche wählt sich seine Maikönigin aus. Mit ihr setzt er sich auf ein Pferd und reitet eine kleine Runde durch das Dorf. Die anderen Paare gehen hinterher. Im Zelt wird anschließend gefeiert.

In Miltitz rennen die Kinder nach der Birke. Wer sie als erster Junge erreicht hat, ist Maikönig. Er darf sich ein Mädchen als Maikönigin aussuchen. Bei den Erwachsenen werden die Pärchen ausgelost, die zusammen durch das Dorf ziehen. Auf dem Pferd reitet das Maikönigspaar durch das Dorf. Anschließend feiern die Kinder gemeinsam mit den Erwachsenen auf dem Saal in Miltitz. Die Frauen sind in weißen Blusen und schwarzen Röcken und die Männer in weißen Hemden und dunklen Hosen gekleidet. Anschließend ist auf dem Saal Tanz. Auch die Dürrwicknitzer Einwohner werden dazu eingeladen.

In Piskowitz wird der Maibaum umgeworfen und anschließend ist Tanz im Sportlerheim.

In Wendischbaselitz treffen sich die Einwohner zum gemütlichen Beisammensein auf dem Sportplatz, nachdem der Maibaum gefallen ist.
Für die Kinder im Nebelschützer Kindergarten ist der Tag an dem der Maibaum geworfen wird ein besonderer. Sie stellen sich um den Baum, singen Lieder und tanzen. Dann wird der Baum geworfen. Die Jungen rennen in einer kleinen und in einer großen Gruppe nach der Birke. Derjenige Junge, der als erster die Birkenspitze mit den Bändchen gefasst hat, ist jeweils Maikönig und darf sich seine kleine Maikönigin auswählen. Anschließend ziehen die Kinder durchs Dorf.

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